EU-Verpackungsverordnung: Erleichterung über Änderungen

Wichtige Anpassungen ermöglichen weiterhin klimaschonendes Recycling von Holzpaletten

Peter Fischer, Geschäftsführer der Inka Paletten GmbH, zeigt sich erleichtert über die jüngsten Anpassungen der EU-Verpackungsverordnung „Packaging & Packaging Waste Regulation“ (PPWR). In der geänderten Fassung, die am 24. April 2024 im Europäischen Parlament verabschiedet wurde, sind nun auch die Bedürfnisse der Holzverpackungsbranche berücksichtigt. „Effizientes Recycling und besonders klimafreundliche Verpackungslösungen haben im Bereich der Holzpackmittel eine lange Tradition. Im ursprünglichen Entwurf wäre die Wiederverwertung von Holzpackmitteln durch das Fehlen entsprechender Regelungen aber so gut wie unmöglich gemacht worden“, kritisiert Peter Fischer. „Die Änderungen sorgen nun bei uns für Klarheit und Rechtssicherheit.“ Entsprechend zufrieden äußerten sich auch die Verbände der Wertschöpfungskette Holzpackmittel, der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE), der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) und der Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e.V. (VHI), in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Mit der PPWR sollen die negativen Umweltauswirkungen durch Verpackungen in den Mitgliedsstaaten der EU deutlich reduziert werden. So müssen etwa ab 2030 in der EU alle in Umlauf gebrachten Verpackungen grundsätzlich recyclingfähig sein, zudem sollen Verpackungen auf ein Mindestmaß reduziert werden, indem etwa kompakter gepackt, leichteres Material verwendet und Leerraum vermieden wird.

Im ursprünglichen Entwurf sahen sich die Hersteller von Holzpackmitteln allerdings unzureichend vertreten. Die Regelungen, die für Verpackungen aus Kunststoff und Pappe sinnvoll scheinen mögen, hätten etwa das mehrfache Recycling von Holzkisten und -paletten nahezu unmöglich gemacht. „Ausgediente Holzpaletten hätten anschließend zwingend wieder zu Paletten verarbeitet werden müssen, was jedoch in der Praxis nicht umsetzbar ist“, so Peter Fischer. Mit den Änderungen ist es nun weiterhin möglich, Paletten etwa zu Spanplatten weiterzuverarbeiten und durch diese Mehrfachnutzung große Mengen CO2 zu sparen. Inka-Paletten erfüllen zudem die Anforderung, dass Verpackungen so gestaltet sein müssen, dass Gewicht, Volumen und Anzahl der Schichten auf ein Minimum reduziert werden, ohne dass dabei Sicherheit oder Funktionalität beeinträchtigt werden. „Dieser Vorgabe der PPWR entsprechen unsere Paletten aus Pressholz seit jeher“, erläutert Fischer. „Wer auf Inka-Paletten packt, setzt also sowohl jetzt als auch in Zukunft auf ein ressourcenschonendes und wiederverwertbares Holzpackmittel. Wir sind froh, dass sich dies nun auch im Entwurf der PPWR widerspiegelt“, so Fischer weiter.

Die PPWR soll im Herbst 2024 endgültig durch das neugewählte Europäische Parlament beschlossen werden und in Kraft treten. Die entsprechenden Regelungen werden dann voraussichtlich im Jahr 2026 wirksam.